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Wer bin ich?

1987 bin ich in Jever geboren und anschließend in einem kleinen Dorf an der Nordsee direkt hinterm Deich aufgewachsen. Nach dem Abitur wollte ich so schnell wie möglich hinaus in die weite Welt: zunächst wohnte ich ein knappes Jahr in Hamburg. 2007 ging es dann weiter zum Schauspielstudium nach Berlin. Hier wohne und lebe ich bis heute im Friedrichshain. Nach meiner Ausbildung zur Schauspielerin arbeitete ich in verschiedenen Engagements. Hauptsächlich spielte ich an verschiedenen Theatern in ganz Deutschland. Ab und zu stand ich auch vor der Kamera. Ein Kurzfilm gewann einen Preis, das "Kätchen von Heilbronn".

Das ewige Nomadenleben war auf Dauer jedoch nichts für mich. 2012 versuchte ich das erste Mal einen anderen Weg zu gehen: ich arbeitete in einer Eventagentur als Projektassistentin. Das machte mir sehr viel Spaß und ich wäre wohl dabei geblieben. Nach einiger Zeit stellte ich aber fest, dass mir 60 bis 70 Stundenwochen auf Dauer nicht gut tun. Ich brauche mehr Zeit für mich, meinen Partner, Freunde und um das schöne Leben zu genießen.

Erneut versuchte ich mich mit der Schauspielerei, was natürlich nicht besonders lange gut ging. 2015 nahm ich mir schließlich eine Auszeit. Ich tat erstmal gar nichts und war neugierig auf das, was sich von alleine zeigte - was zu mir kam. Das war zunächst erstmal Leben und all das nachholen, wofür ich davor keine Zeit hatte: Hobbys nachgehen, nähen, schwimmen, bei einem Festival-Aufbau mithelfen, viel Zeit mit Freunden verbringen, Clubs, Bars, Kaffee trinken nachmittags im Park in der Sonne, lesen und so weiter.

Nach einiger Zeit hatte ich ein intensives Gespräch mit einem Schamanen, der mir die Samuel-Hahnemann-Schule zeigte. Ich war sofort begeistert und fühlte mich dort wie zu Hause. Mein Interesse an Körper, Psyche und Seele des Menschen war unterschwellig schon immer vorhanden. Wenn ich an keiner Schauspielschule angenommen worden wäre, wollte ich als Plan B Psychologie studieren. Naturheilkunde und Komplementärmedizin hat mich seit meiner Kindheit begleitet (meine Mama hat meine Krankheiten immer homöopathisch behandelt). So war der Entschluss schnell gefasst: Ich werde Heilpraktikerin.

Im Herbst 2018 bestand ich die große Heilpraktikerprüfung. In meiner Ausbildung lernte ich viele spannende Dinge: Wie der Körper funktioniert - Wie Muskeln, Sehnen,  Knochen und Bänder zusammenarbeiten; Wie Organe funktionieren; Wie Nervenbahnen, Adern und Venen verlaufen; Wie Hormone alles steuern - der Körper ist ein Wunderwerk. Doch weit darüber hinaus lernte ich auch viel über Homöopathie, die ich nach wie vor sehr schätze. Durch sie durfte vieles in meinem Leben leichter werden. Alte Dinge konnte ich über Bord werfen und neue Ansichten gewinnen. Auch über Pflanzen und ihre Wirkweisen lernte ich - was bis dahin mehr intuitiv geschah, bekam Stück für Stück einen fundierten Hintergrund.

Einen wichtigen Part lernte ich jedoch nicht dort: Ich entschied mich, 2016 nach Hawaii zu reisen und dort, direkt vor Ort, von Serge Kahili King den hawaiianischen Huna Schamanismus zu lernen. Es war eine bemerkenswerte Reise auf der ich viele fantastische Dinge erleben durfte: Ich lernte tagtäglich die Energien, die ich tatsächlich schon länger spürte, einzusetzen und zu lenken. Ich vertiefte mein Wissen über die Weltanschauung im Huna und den Aloha-Spirit. Ich sah den Lava-Fluss direkt vor mir fließen, ich spürte den Vulkan. Ich spazierte im tropischen Regenwald. Ich durfte die große Gastfreundschaft der Hawaiianer erleben und in der Bioasis Artisia bei Jim Channon wohnen. Diese Reise, die Erlebnisse und Gespräche mit vielen wundervollen Menschen, hat mich sehr bereichert.

Nach dem ganzen Hin und Her, Auf und Ab bin ich heute sehr glücklich und zufrieden mit mir und meinem Leben. Natürlich gibt es immer mal wieder eine "Baustelle" (neue Themen tauchen auf, Altes kommt nochmal hoch). Ich denke, das ist ganz normal und gehört zum Leben dazu. So ganz ohne wäre mir vielleicht auch manchmal langweilig...